Foto: Frontansicht des Einfamilien-Passivhauses in Pettenbach

Modelle zur Erreichung der Energieautarkie im Bezirk Güssing

Aufbauend auf den Ergebnissen des Konzeptes "Energieautarker Bezirk Güssing" werden in diesem Projekt Machbarkeitsstudien für ein autarkes Energie-Modellsystem im Bezirk Güssing auf Basis regionaler erneuerbarer Energieträger erarbeitet und dadurch der zweite Schritt in Richtung Umsetzung getätigt.

Kurzbeschreibung

Ausgangslage für das Projekt ist das bereits bestehende und umgesetzte Modell "Energieautarke Stadt Güssing". Die Stadt Güssing versorgt sich schon seit einigen Jahren selbst mit Wärme, Strom und Kraftstoff aus in der Region erneuerbaren Energieträgern. Da sich dieses Modell mittlerweile zu einem Erfolgsmodell entwickelt hat soll es nun auf den ganzen Bezirk ausgeweitet werden. Dazu wird (im Rahmen der ersten Ausschreibung) bereits ein Konzept entwickelt. In diesem Projekt konnte bereits festgestellt werden, dass der Versorgungsgrad des Bezirks Güssing mit Energie aus erneuerbaren Energieträgern schon jetzt bei 71,73% im Bereich Wärme, bei 33,73% im Bereich Strom und bei 46,67% im Bereich Treibstoff liegt. Dadurch bleiben schon jetzt rund 18 Mio. Euro pro Jahr an regionaler Wertschöpfung im Bezirk Güssing.

Ziel dieses Projektes ist es nun, auf Grundlage der im ersten Projekt als potenzielle Standorte identifizierten Gemeinden / Ortsteile, die Machbarkeit und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten an konkreten Standorten zu bestimmen und einen weiteren Schritt zur Realisierung des energieautarken Bezirks Güssing zu setzen. Allgemeine Ziele des Projektes sind die Energieautarkie des Bezirks, die Nutzung regionaler Ressourcen und somit regionale Wertschöpfung und die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, sowie die Steigerung des Bekanntheitsgrades der Region als Energie-Modellsystem. Diese allgemeinen Ziele können aber erst durch die tatsächliche Umsetzung der Energieautarkie (in der 3. und letzten Stufe) erreicht werden.

Um Umsetzungsmöglichkeiten für die Energieautarkie im Bezirk Güssing identifizieren zu können, werden zuerst, in den im ersten Projekt anhand von Rohstoffvorkommen und Energiebedarf als potenzielle Standorte erkannten Gemeinden / Ortsteilen, konkrete Standorte definiert. Danach werden für jeden dieser Standorte, auf Grundlage der im ersten Projekt entsprechend der vorhandenen Ressourcen und Energiebedarfe heraus gefilterten möglichen Technologien, konkrete Technologieentscheidungen getroffen. Als nächster Schritt wird das Logistikkonzept, das aus dem ersten Projekt auf Bezirksebene bereits vorhanden ist, sowohl rohstoff- als auch abnahmeseitig auf die konkreten Standorte herunter gebrochen. Um einen ökonomischen Betrieb der für die Energieautarkie erforderlichen Anlagen gewährleisten zu können, werden je Standort Wirtschaftlichkeitsanalysen durchgeführt und Finanzierungsmöglichkeiten untersucht. Dabei werden auch vorhandene und zu erwartende Rahmenbedingungen im Bereich der erneuerbaren Energie betrachtet. Anhand der durch das Modell "Energieautarke Stadt Güssing" vorhandenen Erfahrungen, werden je Standort optimale ErrichterInnen- und BetreiberInnenstrukturen festgelegt.

Die Arbeitspakete sind im Projektzeitplan - mit einigen Überschneidungen - prinzipiell in der oben beschriebenen Reihenfolge angesetzt, laufen aber in einem iterativen Prozess ab, sodass das Ergebnis eines Arbeitspaketes die anderen noch beeinflussen bzw. verändern kann.

Als Ergebnisse aus dem Projekt werden konkrete Standorte für Anlagen, mit denen die Energieautarkie im Bezirk Güssing erreicht werden kann, erwartet. Außerdem wird nach Abschluss des Projektes für jeden Standort eine Technologie ausgewählt sein, mit der die Energieautarkie möglichst effizient erreicht werden kann. Das Logistikkonzept wird sowohl rohstoff- als auch abnahmeseitig auf die konkreten Standorte angepasst sein. Aus ökonomischer Sicht werden Wirtschaftlichkeitsanalysen je Anlage / Standort, sowie die Kenntnis möglicher Förderungen je Anlage / Standort und vorhandener bzw. zu erwartender Rahmenbedingungen Ergebnisse des Projektes sein, und dementsprechend werden Vorgespräche mit potenziellen InvestorInnen statt gefunden haben. Für jede für die Energieautarkie des Bezirks Güssing erforderliche Anlage werden außerdem ErrichterInnen- und BetreiberInnenstrukturen festgelegt sein.

Gesamtergebnis des Projektes ist die Machbarkeit der Energieautarkie an konkreten Standorten im Bezirk Güssing. Dieses Gesamtergebnis stellt wiederum die Grundlage für die tatsächliche Realisierung des "Energieautarken Bezirks" und die Umsetzung konkreter (Demonstrations-) Projekte (in der 3. und letzte Stufe) dar. Danach wird dann das übergeordnete Ziel /die Vision Energie-Modellsystem Bezirk Güssing erreicht sein!

Durch die Energieautarkie und die Nutzung regionaler Rohstoffe können Unabhängigkeit von Energieimporten, regionale Wertschöpfung und die Schaffung von Arbeitsplätzen, sowie ein hoher Bekanntheitsgrad als Energie-Modellsystem als Ergebnisse für die Region erwartet werden!

Publikationen

Modelle zur Erreichung der Energieautarkie im Bezirk Güssing

Mag.a Christiane Brunner, Herausgeber: bmvit
Deutsch, 58 Seiten

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

ProjektleiterIn:
Mag.a Christiane Brunner

Institut / Unternehmen:
Europäisches Zentrum für erneuerbare Energie Güssing GmbH

Weitere Projekt- und Kooperationspartner:

  • UBH Unternehmensberatung und Holding GmbH
  • Burgenländischer Waldverband GmbH
  • Güssinger Fernwärme GmbH
  • Unternehmens Invest, Beratungs und Beteiligungs GmbH
  • Renet GmbH

Kontaktadresse

Kontaktadresse:
Europäisches Zentrum für erneuerbare Energie Güssing GmbH
Mag.a Christiane Brunner
Europastraße 1, A-7540 Güssing
E-Mail: c.brunner@eee-info.net
Internet: www.eee-info.net

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