Foto: Frontansicht des Einfamilien-Passivhauses in Pettenbach

BIOENERGIE-Kraft Wärme Kälte Kopplung-VERSORGUNG

Erarbeitung von Modellen zur Entwicklung von optimierten Energieversorgungs-Konzepten für Bio-Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungssysteme, zur Erhöhung der Auslastung von Energieversorgungssystemen im Sommer um eine ganzjährige CO2-neutrale Energieversorgung zu ermöglichen.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Aufgrund des häufig auftretenden Nachteils der fehlenden Wärmeabnahme bioenergiebetriebener Anlagen im Sommer (Hitzeperiode) wird versucht anhand von drei konkreten KWK-Anlagen diesen wirtschaftlich erhebliche Nachteil bei KWK-Systemen durch eine Anlagenerweiterung abzufedern.

Eine derartige Anlagenerweiterung muss jedoch gut durchdacht werden, da nicht nur die Auslastung in den Sommermonaten für die Anlagenbetreiber in Hinblick auf den wirtschaftlichen Betrieb der Anlage von entscheidender Bedeutung ist. Aus diesem Grund liegen die Schwerpunkte dieses Projektes auf der Erstellung von Werkzeugen und Modellen, durch deren Anwendung der jeweilige Entscheidungsträger eine grobe Abschätzung über die technische Realisierbarkeit seines Vorhabens und über die energetischen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen der Anlagenerweiterung erhält. Diese Tools sollen den Energiebereitsteller bei seiner Entscheidungsfindung unterstützen.

Zur Generierung derartiger Werkzeuge und Modelle bedarf es jedoch einer fundierten Datengrundlage. Zu diesem Zweck werden neben den entsprechenden Energiebereitstellern auch die im Einzugsbereich des Versorgungsnetzes befindliche Abnehmerstruktur in das Projekt miteinbezogen. Dies soll zum einen die Akzeptanz der Kundengruppen gegenüber dieser Technologie erhöhen und zum anderen eine Berücksichtigung der Bedürfnisse und der speziellen Rahmenbedingungen dieser Kundensegmente bei der Erstellung der Werkzeuge und Modelle ermöglichen. Um in Hinblick auf die etwaig notwendigen Adaptierung von Hausanlagen auf ausreichende Praxiserfahrung zurückgreifen zu können wurde die ausführende Firma KLG - Austria als Konsortialpartner und als Planer das Technische Büro Riebenbauer als Werkvertragspartner in das Projekt miteinbezogen.

Im zweiten Arbeitschritt wird ein Werkzeug erstellt, welches den Anlagenbetreiber eine grobe Abschätzung des regionalen Kältepotentials ermöglicht. Um ein derartiges Werkzeug erstellen zu können benötigt man eine fundierte Datengrundlage, die im Zuge des Arbeitspaketes 2 geschaffen werden soll.

Im dritten Arbeitspaket werden die KWK-Systeme und die notwendigen Adaptierungen aus technischer Sicht durchleuchtet. Das Ziel dieses Arbeitspaketes ist es den Stand der Technik im Bereich der bioenergiebetriebenen KWK-Systeme, sowie im Bereich thermisch betriebener Kälteanlagen (Sorptionskälteanlagen) aufzuzeigen und auf Basis dieser Erkenntnisse Vorschläge hinsichtlich möglicher Adaptierungen zu entwickeln. Das Ergebnis dieses Arbeitspaket ist ein Werkzeug, welches den Entscheidungsträgern bei der Abschätzung der technischen Realisierbarkeit des Erweiterungsvorhabens unterstützen soll.

Im vierten Arbeitspaket wird die Systemintegration einer Bewertung unterzogen, wobei neben den energetischen Aspekten auch die ökologischen und ökonomischen Aspekte berücksichtigt werden. Die Bewertung der Systemintegration aus energetischer Sicht wird anhand eines mathematischen Modells, welches das zu betrachtende System in ausreichender Genauigkeit widerspiegelt durchgeführt. Es wird im Prinzip ein Vergleich des IST-Zustandes mit dem Plan-SOLL-Zustand der erweiterten Anlage durchgeführt. Die ökonomische Betrachtung der Systemintegration wird zunächst auf Basis der Anlagendaten durchgeführt. In weiterer Folge wird die Wirtschaftlichkeit der gewählten Anlage mit einer herkömmlichen Kompressionskälteanlage verglichen. Bei der ökologischen Bewertung der Systemintegration wird zunächst ein Vergleich zwischen der gewählten thermisch betriebenen Kälteanlage und einer herkömmlichen Kompressionskälteanlage verglichen.

Im fünften Arbeitspaket wird für jede der betrachteten Kundengruppe ein spezifisches Contractingmodell entwickelt, welches auf Basis der im AP 2 erhobenen Daten erstellt und durch die in diesem Arbeitspaket erhobenen Ergänzungen verfeinert wurde.

Ein wesentlicher Inhalt des sechsten Arbeitspaketes stellt die Verbreitung der in diesem Projekt erzielten Ergebnisse und Erkenntnisse im Rahmen von Workshops, Publikationen, Fachvorträgen usw. dar, um eine multiplikative Anwendung dieser Vorgehensweise zu gewährleisten und dadurch einen Beitrag zur Forcierung des Biomasseeinsatzes in KWK-Anlagen zu bewerkstelligen.

Publikationen

Bioenergie-Kraft-Wärme-Kälte- Kopplung-Versorgung

Schriftenreihe 56/2009 R. Krotil, A. Ragossnig, Herausgeber: bmvit
Deutsch, 152 Seiten

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleiter

Prof.(FH) Dipl.-Ing. Dr. Richard Krotil
Fachhochschulstudiengänge Burgenland GmbH

Projekt- und Kooperationspartner

  • BEGAS Kraftwerk GmbH
  • Bioenergie Burgenland Service GesmbH
  • Burgenländische Elektrizitätswirtschafts Aktiengesellschaft
  • Burgenländische Krankenanstalten-Gesellschaft m.b.H.
  • KLG-Austria GmbH
  • Moklerei Oberwart
  • Oberwarter gemeinn. Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaften
  • Technische Büro Ing. Leo Riebenbauer GmbH
  • Umweltdienst Burgenland GmbH

Kontaktadresse

Prof.(FH) Dipl.-Ing. Dr. Richard Krotil
Steinamangerstraße 21
7423 Pinkafeld
Tel.: +43 (3357) 45370 - 1122
Fax: +43 (3357) 45370 - 1010
E-Mail: richard.krotil@fh-burgenland.at
Internet: www.fh-burgenland.at

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