Foto: ChristophorusHaus

EnCO2Web - Österreichweite Modellierung und webbasierte Visualisierung von Energieverbrauch und CO2-Emissionen auf Gemeindeebene

Inhalt des Projektes ist eine alle Nutzungs- und Mobilitätsarten umfassende Modellierung und web­basier­te Visualisierung von Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen aller österreichischen Ge­meinden. Die Ergebnisse können in zahlreiche energie- und klimarelevante Handlungs­felder integriert und für die Sensibilisierung von Entscheidungsträgern und Öffentlichkeit genutzt werden.

Kurzbeschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Der beträchtliche energie- und klimapolitische Handlungsbedarf, der sich angesichts der Verpflichtung zur Erreichung internationaler Klimaschutzziele sowie nationaler Strategien zur Energiewende und zum Klimawandel offenbart, wirft die Frage auf, in welchem Maße Städte und Gemeinden einen Beitrag zur Verringerung von Energieverbrauch und Treibhaus­gas­emissionen leisten können.

Bislang wird die Ableitung von Handlungsstrategien auf kommunaler Ebene zugunsten einer verstärkten Berücksichtigung energie- und klima­politischer Prämissen jedoch dadurch erschwert, dass ein Überblick über die Ausgangs­situation im Hinblick auf Energieverbrauch und Treibhausgas­emissionen einer Gemeinde fehlt.

Inhalte und Zielsetzungen

Das Ziel von EnCO2Web ist die Entwicklung einer geobasierten Datenbank auf kommu­naler Ebene, die energierelevante Strukturdaten sowie den alle Nutzungs- und Mobilitäts­arten umfassenden Gesamtenergieverbrauch und das gesamte Aufkommen an Treibhaus­gas­emissionen aller österreichischen Städte und Gemeinden nachvollziehbar und in der erforderlichen Differenzierung darstellt.

Die Visualisierung der im Rahmen von EnCO2Web generierten Datenbank zielt darauf ab, die Informationen den Entscheidungsträgern ver­schiedener Disziplinen in Verwaltung und Politik ebenso wie einer breiten (Fach)Öffentlich­keit zur Verfügung zu stellen und damit eine Referenz für die fundierte Beurteilung von Ent­wicklungs­strategien hinsichtlich ihrer Energie-, Mobilitäts- und Klimarelevanz zu schaffen.

Methodische Vorgehensweise

Das methodische Vorgehen von EnCO2Web ist durch die gleichrangige Betrachtung aller Nutzun­gen (Wohnnutzung, Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Gewerbe, Dienst­leistungen) gekennzeichnet. Dabei erfolgt eine konsequente Differenzierung des Energie­verbrauches nach Verwendungszwecken und Energieträgern.

Bemerkenswert ist, dass die Gesamt­schau über alle Gemeinden sicherstellt, dass sich der gesamte Energieverbrauch jedes Bundeslandes in den Energie­bilanzen der betreffenden Gemeinden wiederfindet.

Hervorzuheben ist darüber hinaus die gemeinde­spezifische Erfassung des mobilitäts­bedingten Energieverbrauches und der daraus resul­tierenden Treibhausgas­emissionen, um den besonderen, mobilitätsrelevanten Rahmenbedingungen der einzelnen Städte und Gemeinden gerecht zu werden.

Hauptaugenmerk von EnCO2Web liegt auf der Model­lierung des alltäg­lichen Personenverkehrs, wobei die Gemeinde als Wohnort, als Arbeits- und Ausbildungs­ort sowie als Standort kundenorientierter Dienstleistungen aufgefasst wird.

Erwartete Ergebnisse

Das Ergebnis von EnCO2Web ist eine umfangreiche, öffentlich zugängliche Geodaten­bank, die differenzierte Aussagen zum Energie­verbrauch und zu den Treibhausgas­emissionen auf kommunaler Ebene trifft. Die Visualisierung der Datenbank (einschließlich der Erarbeitung interaktiver Webservices) soll die breite Anwendbarkeit der Erkenntnisse gewährleisten und dem Erfordernis gerecht werden, komplexe, raumrelevante Sach­verhalte anwenderfreundlich und interaktiv zu vermitteln.

Die mit EnCO2Web generierte Wissensbasis kann künftig zur vermehrten Integration der Themen „Energie­wende und Klimawandel" in die öffentliche Diskussion beitragen und in verschie­dene energie- und klimarelevante Tätigkeitsfelder der Gemeinden einfließen, etwa in die Erarbeitung von Klimaschutz­strategien, in die Erstellung von Energie- und Mobilitäts­konzepten sowie in die Raum­planung und Infrastrukturentwicklung.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) - Institut für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung (IRUB)

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

  • Spatial Services GmbH, Salzburg (SPASE)
  • Universität Salzburg, Fachbereich für Geoinformatik (Z_GIS)

Kontaktadresse

Dr. Lore Abart-Heriszt
Peter-Jordan-Straße 82
A-1190 Wien
Tel.: +43 (1) 47654-855 23 / + 43 (1) 47654-85509
E-Mail: lore.abart@boku.ac.at
Web: https://www.boku.ac.at/personen/person/8D79E98B8C2FB543/

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