Foto: Zero Emissions

IEA-HPP Annex 48: Industrielle Wärmepumpen Phase 2

Dieses Projekt zielt darauf ab, Aktivitäten durchzuführen, die geeignet sind, bestehende Barrieren zu überwinden, um eine breite Markteinführung von Industriewärmepumpen in Österreich zu initiieren. Es werden nationale Fallstudien analysiert und katalogisiert, Daten für die web-basierte Informationsplattform aufbereitet, Informationsmaterial zur Schulung verschiedener Stakeholder entwickelt sowie Verbreitungsmaßnahmen durchgeführt.

Kurzbeschreibung

Der Einsatz von Wärmepumpen in der Industrie ermöglicht durch die
Einbindung von bisher ungenutzten Abwärmeströmen eine signifikante
Reduzierung des Primärenergieverbrauchs und der CO 2 -Emissionen, und
kann damit einen wesentlichen Beitrag zu Erfüllung nationaler klima- und
energiepolitscher Ziele leisten.

Wie Erhebungen im Zuge des Vorgängerprojekts IEA HPP Annex 35/13
gezeigt haben, werden Wärmepumpen in industriellen Prozessen trotz ihrer
Verfügbarkeit in Österreich erst vereinzelt eingesetzt. Bereits realisierte
Anwendungsfälle umfassen u.a. den Einsatz zur Prozesswärme- und -
kälteerzeugung in der Nahrungsmittelindustrie (z.B. Brauereien), zur
Rauchgaskondensation in Biomassekraftwerken oder zur
Warmwasserproduktion in Wäschereien.

Als Barrieren für den Einsatz von Industriewärmepumpen wurden von österreichischen Unternehmen neben wirtschaftlichen Gründen insbesondere auch technisch-strukturelle Barrieren wie Risiken hinsichtlich Produktionssicherheit und Erfahrungsdefizite mangels einer größeren Anzahl an realisierten Anlagen genannt.

Das gegenständliche Projekt zielt daher primär darauf ab, Aktivitäten durchzuführen, die geeignet sind, diese Barrieren zu überwinden, um damit eine breite Markteinführung von Industriewärmepumpen in Österreich zu initiieren.

Um potentiellen österreichischen Anwendern sowie anderen Stakeholdern wie Anlagenplanern, öffentlichen Entscheidungsträgern, etc. Anreize zur Umsetzung zu liefern, werden Best-Practice-Beispiele und Potenziale von Wärmepumpen in Industrieprozessen systematisch aufbereitet und katalogisiert.

Neben den bereits vorliegenden Fallstudien des Vorgängerprojektes werden auch die in nationalen Forschungsprojekten gewonnenen Erkenntnisse aus Prozessen mit großem Anwendungspotential für den industriellen Einsatz der Wärmepumpe in Österreich (das sind insb. industrielle Trocknungsprozesse, sowie Prozesse, die gleichzeitiges Heizen und Kühlen erfordern) eingebracht.

Es werden zudem Schulungsunterlagen erstellt, die geeignet sind, den zukünftigen Anwendern einen schnellen Einstieg in die Thematik zu verschaffen, und damit bestehende Informationsdefizite rasch abzubauen. Durch die Erarbeitung im Zuge eines internationalen Projekts erweitert sich die Auswahl an Best-Practice-Beispielen beträchtlich, womit die österreichischen Zielgruppen an der ausländischen Erfahrung partizipieren können.

Durch die im Projekt geplanten Verbreitungsmaßnahmen, wie der web-basierten Informationsplattform sowie dem nationalen Symposium, erhöht sich das Wissen sowie dessen Verfügbarkeit für die potentiellen nationalen Anwender sowie andere relevante Zielgruppen, was wiederum bestehende Informationsdefizite abbaut.

Zudem hat das Projektkonsortium die Möglichkeit, ihre in den letzten Jahren in diesem Themenfeld verstärkt aufgebaute Expertise international einzubringen, was zur Erhöhung der Sichtbarkeit der nationalen Forschungsaktivitäten in diesem Bereich beiträgt.

Teilnehmende Staaten

Deutschland, Frankreich, Japan, Niederlande, Österreich

Kontaktadresse

AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Giefinggasse 2
A-1210 Wien
Dr. Veronika Wilk
E.Mail: veronika.wilk@ait.ac.at
DI Petra Schöfmann
DI Michael Lauermann

Technische Universität Graz
Institut für Wärmetechnik (IWT)
Inffeldgasse 25/B
A-8010 Graz
Ao.Univ.-Prof. Dr. René Rieberer
Dr. Hermann Schranzhofer
DI Gerald Zotter

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