Foto: Neusiedler Anlage

IEA-AFC Annex 33 - Stationäre Applikationen

Das Hauptziel des IEA AFC Annex 33 ist die forcierte Technologieentwicklung von Schlüsselkomponenten und -systemen von Brennstoffzellen und in weiterer Folge die Unterstützung der Marktimplementierung durch die Analyse und Entwicklung der hierfür erforderlichen politischen Rahmenbedingungen und Instrumente bzw. dem Abbau existierender Implementierungsbarrieren.

Status

laufend: März 2015 bis Februar 2019

Kurzbeschreibung

In diesem Annex stehen die folgenden Tasks auf dem Programm:

  • Evaluierung der derzeit laufenden größeren Demonstrationsprojekte
  • Identifizierung von Nischenmärkten
  • Analyse der verschiedenen möglichen Brennstoffe inkl. den Reformierungsanfordernissen
  • Analyse der ökonomischen Voraussetzungen für die Markteinführung
  • Analyse der regulativen Rahmenbedingungen

Die Brennstoffzellen-Technologie überzeugt insbesondere durch ihren hohen Gesamtwirkungsgrad bei der Wärme- und Stromerzeugung. Während bei der Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken oftmals mehr als die Hälfte der Energie ungenutzt als Abwärme verlorengeht, produzieren Brennstoffzellen umweltschonend und hocheffizient gleichzeitig Wärme und Strom. Das verringert nicht nur Heiz- und Stromkosten, sondern führt auch zu hohen CO2-Einsparungen. Dezentrale Brennstoffzellen-Systeme können somit als wichtiges Element einer zukunftsfähigen Energieversorgung genannt werden.

Primäres Ziel dieses Projekts sind Untersuchungen, inwieweit zukünftige Systementwicklungen basierend auf der Brennstoffzellen-Technologie, die derzeit auf internationaler Ebene entwickelt werden, mit den österreichischen Vorgaben im Wärme- und Strommarkt einhergehen. Diese „neuen“ Rahmenbedingungen werden insbesondere durch Richtlinien und Verordnungen (Gebäude-Richtlinie, Ökodesign- und Labelling-Richtlinie, Energieeffizienz-Richtlinie, Erneuerbaren Energien Richtlinie, KWK-Richtlinie, etc.) der europäischen Union bestimmt.

Darauf aufbauend, werden Analysen durchgeführt, um ein mögliches Markteintrittsszenario für Brennstoffzellen-Anlagen für Österreich im internationalen Kontext zu skizzieren.

Brennstoffzellen-Systeme werden derzeit vorwiegend mit Erdgas bzw. Stadtgas betrieben. Die Untersuchungen sollen auch auf die Nutzung von Biomethan bzw. Ergas-/Biomethanmischungen bzw. generell auf Kombinationen mit erneuerbaren Energieträgern ausgedehnt werden und darauf, inwieweit hier die Emissionen hinsichtlich CO2 bzw. Primärenergiebedarf weiter gesenkt werden können.

Publikationen

Teilnehmende Staaten

Australien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Israel, Japan, Österreich, Schweden, Schweiz, USA.

Kontaktadresse

DI Dr. Günter Simader
Österreichische Energieagentur
Mariahilfer Straße 136
1150 Wien

E-Mail: guenter.simader@energyagency.at
Tel.: +43 (1) 586 15 24

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