IEA 4E Annex EDNA: Arbeitspakete "Richtlinien für netzwerkverbundene Geräte“ und "Gesamtenergie-Modell für netzwerkverbundene Geräte”

Das Ziel der Teilnahme am Annex EDNA ist die Vertretung der österreichischen Position und Interessen sowie Austausch und Verbreitung von Ergebnissen. Darüber hinaus wird Österreich einen Beitrag zum Task C „Richtlinien für verbundene Geräte“ leisten und Aufgabe D „Gesamtenergie-Modell für verbundene Geräte“ leiten. Österreich beteiligt sich auch am „Center of Excellence“ und am Projekt „Basket of Products Testing“.

Kurzbeschreibung

Der Elektronische Geräte und Netzwerke Annex untersucht den Energieverbrauch sowie die Potentiale und Barrieren bei der Verbreitung netzwerkverbundener Geräte. Ziel ist, politische Entscheidungsträger bei der Gestaltung von Regulierungen für netzwerkverbundene Geräte zu unterstützen.

In dieser Periode wird EDNA an dem Arbeitspaket C „Richtlinien für netzwerkverbundene Geräte" arbeiten, welches drei unterschiedliche Themen umfasst:

  • Innerhalb dieses Arbeitspakets sollen zunächst Richtlinien für die Förderung jener Geräte untersucht werden, die in intelligente Stromnetze eingebunden sind und Lastmanagement bzw. Laststeuerung ermöglichen.
  • Das Thema „Netzwerkverbunden Geräte für Verbrauchsflexibilität" fokussiert auf die Entwicklung einer Roadmap mit der Identifizierung der erforderlichen Schritte, um zukünftig ein Lastmanagement auf den Großteil der Endnutzergeräte anwenden zu können.
  • Das dritte Thema konzentriert sich auf die Strategien und Empfehlungen verschiedener Länder in Bezug auf Energieeffizienz der Digitalisierung sowie „Internet der Dinge".

Ein weiteres wichtiges Forschungsfeld von EDNA ist das geplante Arbeitspaket D "Gesamtenergie-Model für netzwerkverbundene Geräte", um Energie-Aspekte der Netzwerkverbindung für eine weitere Reihe von Produkten, insbesondere im Bereich des Video-Streamings, zu untersuchen.

Bereits vorhandene Daten aus dem EDNA Projekt „Basket of Products Testing" werden in diese Modellierungsarbeit einbezogen, um das Spektrum des globalen Energieverbrauchs hochzurechnen und abzuschätzen. Basierend auf den Ergebnissen des Modells sollen Handlungsmöglichkeiten für politische Entscheidungsträger identifiziert und bewertet werden. Österreich wird den Task leiten und hat durch vorherige Arbeiten zum Energieverbrauch von Video-Streaming-Geräten, Smart Metering Systemen sowie Energie-Monitoring-Systemen bereits relevante Erfahrung.

EDNA bereitet außerdem eine neue Herausforderung für die Industrie vor, die „Network Zero Innovation Challenge": Ein „Network Zero Device" ist ein verbundenes Gerät, das keine Netzstrom-versorgung für seine Netzwerkverbindung im Standby-Modus benötigt.

Die Vision ist, dass bis 2030 alle verkauften netzwerkgebundenen Geräte „Network Zero" sind. Dazu müssen verschiedene Aspekte untersucht werden, da die Fähigkeit von Geräten, mittels „Network Zero" betrieben zu werden, sowohl von der Produktkategorie als auch von einer Reihe anderer Faktoren abhängt. In einer Vorstudie werden diese Punkte untersucht und mögliche Hindernisse für die Erreichung dieser Vision aufgezeigt.

In dieser Projekt-Periode werden die komplexen Arbeiten fortgeführt und die Zusammenarbeit mit der Industrie und mit Stakeholder vertieft.

Publikationen

Teilnehmende Staaten

Australien, Dänemark, Frankreich, Japan, Kanada, Korea, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten von Amerika

Kontaktadresse

Dr. Adriana Díaz Triana
ECODESIGN company GmbH
Schwindgasse 4/2
1040 Wien
E-Mail: diaz@ecodesign-company.com