Foto: Biopolymer-Karten

ZERMET - Zero Emission Retrofitting For Existing Textile Plants

Minimierung des Einsatzes von Wasser, Chemikalien und Energie in der Textilindustrie. Weiterentwicklung des Ansatzes von ZERMEG in Form eines Fragenkatalogs und die Anwendung auf die Textilindustrie.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Der klassische Ansatz von Cleaner Production zur Identifizierung von Maßnahmen zur Abfallvermeidung und zum optimierten Einsatz von Wasser und Energie kommt aus der Verfahrenstechnik. Dieser Ansatz besteht klassisch aus der Erstellung eines Fließbildes, dem Erstellen einer Input/Output-Analyse, Stoff- und Energiebilanzen, der Ableitung von Verbesserungsansätzen sowie deren Bewertung und Umsetzung.

In diesem Prozess verlässt man sich vor allem bei der Definition möglicher Verbesserungsmaßnahmen auf Expertenwissen oder auf vorhandene Checklisten (z. B. BREF-Notes). Dieser Ansatz bewährt sich besonders in Teams mit einem starken verfahrenstechnischen Hintergrund.

Dieser Hintergrund ist in der Praxis der Umweltbeauftragten nicht gegeben. Viele Umweltmanager, die dann in Cleaner Production Projekten mitarbeiten, haben einen beschränkten oder gar keinen technischen Hintergrund. Daher haben die Autoren den Cleaner Production Ansatz für eine breite Zielgruppe mit relativ breit gefächertem Ausbildungshintergrund weiterentwickelt. Der weiterentwickelte Ansatz sollte besonders auch für Anwender ohne verfahrenstechnischen Hintergrund einsetzbar sein. Er sollte Werkzeuge zur Modellierung verwenden, die so nahe wie möglich an der natürlichen Sprache sind, und er sollte Gruppen helfen, über ihr Vorwissen hinaus Ansätze für Verbesserungsmaßnahmen identifizieren zu können.

Dazu wurden Elemente der so genannten TRIZ-Methode verwendet. TRIZ ist eine russische Methode, die in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt wurde und steht kurz für „Theorie des systematischen Lösens von Erfindungsaufgaben”. TRIZ bietet sehr starke Werkzeuge, um Prozessverbesserungen zu entwickeln, ohne dass man dazu spezielles Wissen über den Prozess benötigt. Besonders die Ansätze des idealen Endergebnisses und der Evolutionsgesetze bieten einen Rahmen, der sehr leicht und effizient zur Identifikation von Verbesserungsmaßnahmen beiträgt.

Als Ergebnisse liegen vor:

  • das Vorgehenskonzept zur Betriebsanalyse und zur Befragung,
  • eine Fragenliste mit Elementen zur Problembeschreibung, zur Entwicklung des Idealen Endergebnisses und zur Ableitung von Handlungsansätzen,
  • ein Exceltool zur interaktiven Bearbeitung der Fragenliste mit spezieller Anwendung in der Textilindustrie,
  • 4 dokumentierte Fallstudien,
  • eine Homepage (zermet.stenum.at) mit einer Einführung in die Projektidee, einer Beschreibung des Optimierungsansatzes, und Anwendungsbeispielen
  • eine Veröffentlichung dieses Ansatzes im Journal of Cleaner Production und in den Melliand Textilberichten.

Publikationen

Zero Emission Retrofitting for Existing Textile Plants

ZERMET
Schriftenreihe 76/2010 J. Fresner, Herausgeber: bmvit
Deutsch, 94 Seiten

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleiter

Dr. Johannes Fresner
STENUM GmbH

Projekt- und Kooperationspartner

  • Birkel Stefan Unternehmensberatung
  • Energieagentur Obersteiermark GmbH

Kontaktadresse

Dr. Johannes Fresner
STENUM GmbH
Geidorfgürtel 21
Tel.: +43 (316) 367156-0
Fax: +43 (316) 367156-13
E-Mail: office@stenum.at

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