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ZERMEG III - Entscheidungshilfe zur Visualisierung des Erfolges nachhaltiger Unternehmensstrategien

ZERMEG III bringt die Erfahrungen vorangeganger FdZ-Projekte in ein Planspiel einer "Virtuellen Fabrik der Zukunft" mit dessen Hilfe Manager interaktiv die Wirkungen von organisatorischen und technischen Entscheidungen auf die Nachhaltigkeit des Unternehmens abschätzen können.

Kurzbeschreibung

Status

abgeschlossen

Kurzfassung

Im Rahmen von ZERMEG III wurde eine "Virtuelle Fabrik der Zukunft" modelliert und programmiert. Dieses Modell zeigt dem Benutzer anhand eines realitätsnah dargestellten Computermodells die wesentlichen Elemente eines Betriebes aus Technik, Organisation und Unternehmensumfeld und erlaubt ihm, für verschiedene Perioden unternehmerische Entscheidungen zu treffen. Diese Unterscheidungen werden vom Modell im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Stoffströme, Energieeinsatz, Organisation, Situation der Mitarbeiter und gesellschaftliche Aspekte des Betriebes bewertet. Diese Modelle wurden von einer Expertengruppe erarbeitet.

Ziel dieser Entscheidungshilfe ist es, zu lernen, dass eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes nur durch eine gleichzeitige Optimierung der Ressourceneffizienz, der Kostensituation, des Investments in Humanressourcen, eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, eine Stimulierung von Innovation, die Verbesserung der Kooperation und Vernetzung des Betriebes erfolgen kann.

Als technische Plattform wurde ein regelbasiertes objektorientiertes System entwickelt. Die Ergebnisse werden in Form leicht lesbarer Diagramme am Bildschirm ausgegeben. Sie zeigen die Entwicklung des Betriebes. Damit eignet sich das Modell gut als Basis für interaktive Schulung und für das Sammeln von persönlichen Erfahrungen. Durch die verwendete Technologie (Java JSF, XHTML, XML) ist eine einfache Wartung, verhältnismäßig rasche Erstellung und weite Verbreitung gewährleistet.

Das Modell lässt verschiedene Szenarien zu, sodass der Benutzer konkrete Erfahrungen mit den längerfristigen Auswirkungen von verschiedenen Unternehmensstrategien sammelt (z. B. an Ressourcenschonung und Abfallminimierung, an langfristiger Unternehmenssubstanzentwicklung orientiert). Dieses Modell umfasst die Kombination der Erkenntnisse von sechs bisher durchgeführten "Fabrik der Zukunft"-Projekten über sorgsamen Einsatz von Rohstoffen, Wasser und Energie (SUMMIT, ZERMEG I und II, Nachhaltigkeit im Cluster, Produktdienstleistungen, EMA) und ihre Aufbereitung als Instrument zur Unterstützung nachhaltiger Strategieentwicklung. Die an diesen Projekten maßgeblich beteiligten Forschungseinrichtungen bringen ihr Know-how in dieses Projekt ein.

Zielgruppe des Modells sind Praktiker, Betriebsleiter, Geschäftsführer und das mittlere Management. So wirkt die Arbeit mit dem Modell vorbereitend für die Definition einer eigenen nachhaltigen Unternehmensstrategie auf der Basis der so gesammelten vergleichenden Erfahrungen. Damit regt das Modell den Benutzer an, eine eigene Unternehmensstrategie auf der Basis der gesammelten virtuellen Erfahrungen mit nachhaltiger Unternehmensführung zu entwickeln.

Eine entsprechende Anleitung ist im Modell enthalten. Damit kann das Modell der "Virtuellen Fabrik der Zukunft" die Definition von realen nachhaltigen Unternehmensstrategien in einer großen Anzahl von österreichischen Betrieben erreichen.

Die Praxisnähe des Ansatzes und des Modells wurde in Tests mit Betrieben, einer Fachhochschule und einer Universität unter Beweis gestellt. Die zukünftige Verbreitung ist gewährleistet: das Planspiel ist für Interessierte am Internet verfügbar und wird ab dem Wintersemester 2007 am Institut für Innovationsmanagement der Universität Graz und an der Fachhochschule Joanneum im Rahmen von Lehrveranstaltungen zur Betriebsführung und -organisation eingesetzt.

Publikationen

ZERMEG III

Entscheidungshilfe zur Visualisierung des Erfolges nachhaltiger Unternehmensstrategien
Schriftenreihe 41/2007 J. Fresner, et al., Herausgeber: bmvit
Deutsch, 76 Seiten

Downloads zur Publikation

Projektbeteiligte

Projektleiter

Dr. Johannes Fresner
STENUM GmbH

Projekt- und Kooperationspartner

  • DI Christian Angerbauer, Markus Möller, Mag. Petra Wolf, Dr. Thomas Dielacher
    STENUM GmbH
  • Prof. Dr. Hans Schnitzer, DI Karin Taferner
    JOINTS, Joanneum Research
  • DI Torsten Krichbaum
    JOH. PENGG AG
  • Ing. Peter Kletzmayr
    Abwasserverband Knittelfeld u. Umgebung
  • Dr. Gilbert Ahamer
    Universität Graz
  • Dr. Stefan Vorbach
    Institut für Innovationsmanagement, Karl-Franzens-Universität Graz
  • DI Johannes Haas
    FH JOANNEUM GmbH, Produktionstechnik und Organisation
  • Thomas Winter
    attractive software

Kontaktadresse

Dr. Johannes Fresner
STENUM GmbH
Geidorfgürtel 21, 8010 Graz
Tel.: ++43 316 367156-70
Fax: ++43 316 367156-13
E-Mail: j.fresner@stenum.at

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