Foto: Frontansicht des KlimaKomfortHauses in Wien

IEA-DSM Task 24: Verhaltensänderung im Rahmen von DSM - von der Theorie zur Praxis. Arbeitsperiode 2013 - 2015.

Rund 20 % des Energieeinsatzes in Haus­halten und bei Kleinverbrauch­ern können durch Verhaltensänderungen im Rahmen von Demand Side Management Programmen eingespart werden. Bisherige Bemühungen diese Potenziale zu erschließen, wirken sich vielfach nur kurzfristig auf das Energieverhalten aus. Die Arbeiten des internationalen Task-Netz­werks liefern die Wissensbasis zum Schließen dieser Energieeffizienz­lücke zwischen innovativen Energietechnologien und nachhalt­igem Energiever­halten. Kernziel des Tasks für Österreich ist die (Weiter-)Entwicklung von erfolgsversprechenden und evaluierbaren DSM-Policies.

Status

Abgeschlossen

  • November 2013 - April 2015

Kurzbeschreibung

Der Klimawandel und die sich daraus ergebenden, absehbaren und teils noch unbekannten Folgen sind eine immense Herausforderung für unsere Gesellschaften. "Smarte" - im Sinne von nachhaltigen, nahezu emissions­freien - Energiesysteme werden eine wichtige Rolle einnehmen, um die aktuell gültigen und künftigen Klimaschutzziele der Staaten und Staaten­bünde zu erreichen.

Neben der Notwendigkeit technologischer und systemtechnischer Innovationen zeigt sich aber auch, dass für eine erfolgreiche Transition des bestehenden, ressourcenintensiven und klimaschädlichen Energiesystems in ein smartes Energiesystem der Faktor Mensch eine entscheidende Rolle spielt.

IEA Demand Side Manage­ment (DSM) beschäftigt sich mit der Nachfrageseite des Energiesystems.

Der IEA-DSM Task 24 geht speziell auf die Änderung des Energieverhaltens in folgenden vier Themenbereichen ein:

  1. Mobilität
  2. Energiereduktion in Gebäuden
  3. KMUs
  4. Smart Meter

Energieverhalten umfasst im Rahmen dieses Tasks:

  • den Kauf oder die Entsorgung von Energie-Technologien
  • den Umgang mit Energie-Technologien in der Benutzung
  • den geistigen Prozess, der geändertes Verhalten auslöst

Problematik und Ausgangssituation

Bisherige DSM-Policies zur Verhaltensänderung versuchen zumeist über Informationsbereitstellung geänderte Verhaltensweisen zu bewirken und gehen davon aus, dass Menschen rationell entscheiden. Dieser Zugang ist ausreichend, um einzelne Individuen in einer speziellen Fragestellung zu unterstützen. Er reicht jedoch nicht, um die breite Masse auf Dauer für Klimaschutzaktivitäten und Energieeffizienzmaßnahmen zu mobilisieren.

Es braucht daher neue und weiterentwickelte Ansätze für DSM Policies/Programme/Projekte, um vom reinen Wissen zum effektiven Tun zu kommen.

Geplante Ziele und gewählte Methode zur Zielerreichung

Im Rahmen des Tasks wird ein besseres Verständnis darüber hergestellt, was Änderungen des Energieverhaltens auslöst. Hierfür werden neue Verhaltensmodelle und -Theorien betrachtet, erfolgreiche Fallstudien analysiert und Modelle zur Evaluierung und zum Monitoring von DSM Policies erstellt. Kernziel des österreichischen Tasks ist die Weiterent­wicklung oder Neukonzeption von erfolgsversprechenden DSM-Policies.

Methodisch setzt der Task auf "Lernen voneinander": so dient das bereits bestehende und laufend sich erweiterte internationale ExpertInnennetz­werk als Wissensfundus und das im Rahmen des österreichischen Tasks zu etablierende nationale, disziplinenübergreifende Netzwerk der Entwicklung neuer DSM-Policies.

Angestrebte Ergebnisse und Erkenntnisse

  • Aufbau des nationalen Netzwerks und dem Austausch mit den internationalen ExpertInnen
  • Überblick und Analyse von Modellen und Theorien zur Verhaltensänderung
  • Auswahl und Analyse von Fallstudien zur Verhaltensänderung
  • Erstellung eines Monitoring und Evaluierungsmodells für DSM-Programme und -Projekte
  • Weiterentwicklung und Neukonzeption von DSM-Policies zur Änderung des Energieverhaltens

Aus diesen Ergebnissen lassen sich folgende Erkenntnisse ableiten:

  • Welche DSM-Policies sind für unterschiedliche Anlässe und Personengruppen zweckmäßig?
  • Welche AkteurInnen braucht es für eine erfolgreiche Implementierung?
  • Wie kann der Erfolg derartiger Policies überprüft werden?

Publikationen

Videos

Kurzvorstellung des "IEA-DSM Task 24: Verhaltensänderung im Rahmen von DSM - von der Theorie zur Praxis" im "Pecha Kucha" Format (Boris Papousek) im Rahmen des IEA-Vernetzungstreffen 2014

zum NachhaltigWirtschaften YouTube ChannelWeitere Kurzvorträge des IEA-Vernetzungstreffen 2014 finden sie im NachhaltigWirtschaften YouTube Channel.

Weitere Publikationen

IEA-DSM Task 24: Closing the Loop - Behaviour Change in DSM: From Theory to Practice

Final Report 2013
Herausgeber: IEA DSM Task 24
Englisch, 157 Seiten
Weitere Informationen

Downloads zur Publikation

Teilnehmende Staaten

Belgien, Italien, Großbritannien (in Vorbereitung), Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, Südafrika

Kontaktadresse

DI Gerhard Lang
Grazer Energieagentur GesmbH
Kaiserfeldgasse 13/I
A-8010 Graz
Tel.: +43 (316) 811848-21
E-Mail: lang@grazer-ea.at

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